Was ist ein Concealer? Farben, Texturen und Auftrag

25. Oktober 2026

Was ist ein Concealer? Ein Produkt, das Unreinheiten abdeckt oder die Augenpartie aufhellt. Hier wird erklärt, welcher Concealer für was geeignet ist.

Inhaltsverzeichnis

Ein Blick in den Spiegel genügt, und schon fallen Augenringe, Rötungen oder ein kleiner Pickel stärker auf als gewünscht. Wer verstehen möchte, was ein Concealer ist, erfährt hier, wie das Make-up-Produkt wirkt, welche Variante zu welchem Hautbild passt und wie sich ein natürliches Ergebnis erzielen lässt.

Der Concealer gleicht kleine Unebenheiten gezielt aus

  • Concealer deckt Augenringe, Rötungen, Pickelmale und Pigmentflecken optisch ab.
  • Für die Augenpartie eignet sich meist ein Ton, der bis zu eine Nuance heller ist.
  • Unreinheiten wirken am natürlichsten mit einem Concealer im passenden Hautton.
  • Eine dünne Schicht und sanftes Einklopfen verhindern ein cakey Finish.
  • Farbkorrektoren neutralisieren Verfärbungen, ersetzen aber nicht immer den klassischen Concealer.

Was ein Concealer leistet und wo seine Grenzen liegen

Ein Concealer ist ein flüssiges, cremiges oder festes Abdeckprodukt für einzelne Hautpartien. Er kann Augenringe, Rötungen, Pickelchen, Pigmentflecken und kleine Narben optisch abschwächen. Anders als eine Foundation wird er normalerweise nicht großflächig im ganzen Gesicht verteilt, sondern punktuell eingesetzt.

Ich sehe ihn eher als präzises Werkzeug denn als dicke Maskierung. Die Haut soll nicht völlig glattgebügelt wirken, sondern ruhiger und gleichmäßiger. Besonders bei erhabenen Pickeln ist das wichtig, denn Make-up kann die Unebenheit farblich kaschieren, aber nicht verschwinden lassen.

Ein Concealer behandelt keine Akne, Pigmentstörung oder Entzündung. Bei plötzlich auftretenden, schmerzhaften oder anhaltenden Hautveränderungen sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden. Für den Alltag geht es hier ausschließlich um die optische Korrektur.

Welche Concealer-Arten passen zu welchem Hautbild

Die Unterschiede liegen vor allem in Deckkraft, Textur und Finish. Eine leichte Formel wirkt unter den Augen oft frischer, während ein stärker pigmentiertes Produkt bei Rötungen oder deutlichen Verfärbungen besser funktioniert.

Variante Geeignet für Darauf solltest du achten
Flüssiger Concealer Augenringe und normale bis trockene Haut Feuchtigkeitsspendende Texturen setzen sich weniger schnell ab
Cremiger Concealer Rötungen, Pigmentflecken und mittlere Deckkraft Gut verblenden, damit keine sichtbaren Ränder entstehen
Abdeckstift Einzelne Pickel und kleine Unreinheiten Nicht direkt mit dem Applikator über entzündete Stellen gehen
Color Corrector Bläuliche, violette oder rötliche Verfärbungen Nur sehr dünn auftragen und anschließend mit Hautton-Concealer ausgleichen

Bei trockener Haut bevorzuge ich eine cremige, nicht stark mattierende Formulierung. Sie lässt die Augenpartie beweglicher aussehen. Für ölige Haut kann ein dünner, länger haltender Concealer sinnvoll sein, allerdings sollte auch er nicht unnötig dick aufgetragen werden.

Farbkorrektur funktioniert nach dem Prinzip der Komplementärfarben. Peach- oder Orangetöne können bläuliche Schatten neutralisieren, während ein zartgrüner Corrector Rötungen abschwächt. Der farbige Ton sollte nicht sichtbar bleiben, sondern nur die störende Verfärbung ausgleichen.

So findest du die richtige Farbe

Für die Augenpartie darf der Concealer häufig etwas heller als der eigene Hautton sein. Zu viel Helligkeit lässt den Bereich jedoch grau oder unnatürlich wirken. Ich empfehle deshalb, zunächst eine Nuance zu testen und den Effekt bei Tageslicht zu prüfen.

Zum Abdecken von Pickeln, Rötungen und Pigmentflecken passt meist ein Ton, der möglichst genau zur umgebenden Haut passt. Ein deutlich zu heller Punkt zieht den Blick sonst erst recht auf die Stelle. Wichtig ist außerdem der Unterton, also ob die Haut eher rosig, gelblich, oliv oder neutral wirkt.

  • Bläuliche Augenringe: ein leicht peachiger oder gelblicher Corrector kann ausgleichen.
  • Rötungen: ein sehr dünn aufgetragener grüner Corrector kann helfen.
  • Gelbliche oder fahle Schatten: ein rosiger oder leicht violetter Korrektor kann den Teint frischer wirken lassen.
  • Dunkle Flecken: je nach Hauttiefe funktionieren warme Pfirsich-, Terrakotta- oder Orangetöne.

Die Farbwahl sollte nicht allein im künstlichen Ladenlicht erfolgen. Ein kurzer Test an der Wange oder am Übergang zum Hals zeigt meist besser, ob der Ton wirklich mit dem Teint verschmilzt. Am Handrücken sieht die Haut oft anders aus als im Gesicht.

Concealer richtig auftragen in wenigen Schritten

Ein gutes Ergebnis hängt weniger von der Produktmenge als von der Technik ab. Ich arbeite lieber mit zwei sehr dünnen Schichten als mit einem dicken Auftrag, der sich nach kurzer Zeit in Fältchen sammelt.

  1. Haut vorbereiten: Pflege auftragen und kurz einziehen lassen. Überschüssiges Fett vorsichtig abnehmen.
  2. Foundation einarbeiten: Falls du Foundation verwendest, kommt sie meist vor dem Concealer. So brauchst du anschließend weniger Abdeckprodukt.
  3. Kleine Menge setzen: Unter den Augen reichen oft zwei bis drei kleine Punkte. Bei einem Pickel genügt ein punktueller Auftrag.
  4. Einklopfen statt Reiben: Mit Finger, kleinem Pinsel oder Schwämmchen die Ränder sanft ausblenden.
  5. Gezielt fixieren: Bei öliger Haut oder starkem Absetzen kann eine minimale Menge transparentes Puder helfen.

Unter den Augen trage ich das Produkt nicht automatisch bis an den inneren Augenwinkel und über die gesamte dunkle Fläche auf. Häufig genügt der Schattenbereich nahe dem inneren Winkel und unter dem tiefsten Punkt des Augenschattens. Das wirkt leichter und betont die natürliche Mimik weniger.

Bei Unreinheiten sollte der Concealer nicht mit demselben Applikator direkt auf die Haut getupft werden. Besser ist eine saubere Fingerspitze oder ein desinfizierter Pinsel. Das reduziert zwar nicht jede mögliche Reizung, ist aber eine hygienischere Arbeitsweise.

Typische Fehler, die das Ergebnis verschlechtern

Der häufigste Fehler ist aus meiner Sicht zu viel Produkt. Eine dicke Schicht deckt nicht automatisch besser, sondern kann Trockenheit, Hautstruktur und feine Linien stärker sichtbar machen. Gerade unter den Augen sieht ein leicht transparenter Auftrag oft überzeugender aus als vollständige Abdeckung.

Ein zu heller Ton

Ein sehr heller Concealer soll den Blick öffnen, kann aber bei dunklen Augenringen einen grauen Schleier erzeugen. Wenn die Verfärbung deutlich blau, violett oder braun wirkt, ist ein kleiner Farbkorrektur-Schritt oft sinnvoller als noch mehr helles Produkt.

Die falsche Textur

Ein stark mattierender Concealer kann trockene Stellen betonen. Eine reichhaltige, glänzende Textur wiederum verrutscht bei öliger Haut schneller. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Deckkraft, sondern die Balance zwischen Hauttyp und Finish.

Zu starkes Reiben

Reiben verschiebt die Pflege und das Make-up, besonders in der empfindlichen Augenpartie. Sanftes Einklopfen verteilt die Farbe kontrollierter. Wenn sich das Produkt trotzdem absetzt, kannst du die Stelle nach einigen Minuten mit einem sauberen Finger noch einmal glätten.

Lesen Sie auch: 90er Make-up - So geht der Retro-Look heute frisch & modern

Concealer als Hautpflegeersatz

Ein Abdeckprodukt kann das Hautbild für einige Stunden ebenmäßiger erscheinen lassen, verbessert aber nicht automatisch die Hautgesundheit. Bei empfindlicher oder zu Unreinheiten neigender Haut achte ich auf eine reizarm formulierte, nicht unnötig schwere Textur und entferne das Make-up am Abend gründlich.

So bleibt der Look natürlich und hautfreundlich

Die beste Anwendung ist die, bei der andere nicht sofort erkennen, dass du etwas abgedeckt hast. Ich würde deshalb zuerst überlegen, welche Stelle wirklich Aufmerksamkeit braucht, und den Concealer nur dort einsetzen. Das spart Produkt und lässt den Teint lebendiger wirken.

Für den Alltag reichen meist drei Dinge: eine passende Pflege, eine kleine Menge Concealer und ein sauberes Werkzeug. Bei gereizter Haut, offenen Stellen oder einer akuten Entzündung sollte das Abdecken zurückhaltend erfolgen, weil zusätzlicher Druck und Reibung die Partie unangenehm machen können.

Ein Concealer ist damit kein Wundermittel, sondern ein vielseitiges Make-up-Produkt für gezielte optische Korrekturen. Wenn Farbe, Textur und Menge zur Haut passen, kann schon ein winziger Tupfer reichen, damit der gesamte Teint frischer und ausgeglichener aussieht.

Häufig gestellte Fragen

Für die Augenpartie darf der Concealer meist bis zu eine Nuance heller sein. Bei Pickeln, Rötungen und Pigmentflecken passt dagegen ein Ton, der möglichst genau dem umgebenden Hautton entspricht. Bei bläulichen Schatten kann ein peachiger oder gelblicher Corrector helfen.

Bei trockener Haut eignen sich cremige, nicht stark mattierende Formulierungen, die die Haut beweglich wirken lassen. Für ölige Haut kann ein dünner, länger haltender Concealer sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die Textur nicht unnötig dick aufgetragen wird.

Nach der Pflege und gegebenenfalls der Foundation genügen oft zwei bis drei kleine Punkte. Das Produkt sollte sanft eingeklopft und nicht verrieben werden. Häufig reicht es, nur den Schattenbereich nahe dem inneren Augenwinkel und unter dem tiefsten Punkt des Augenschattens abzudecken.

Ein Color Corrector kann bläuliche, violette oder rötliche Verfärbungen neutralisieren. Peach- oder Orangetöne eignen sich vor allem für bläuliche Schatten, während ein zartgrüner Corrector Rötungen abschwächen kann. Der Farbkorrektor wird sehr dünn aufgetragen und anschließend mit einem Concealer im Hautton ausgeglichen.

Artikel bewerten

Bewertung: 4.50 Stimmenanzahl: 4

Tags:

concealer augenringe farbkorrektur unreinheiten

Beitrag teilen

Dietlinde Menzel

Dietlinde Menzel

Mein Name ist Dietlinde Menzel und ich bringe 11 Jahre Erfahrung im Bereich Hautpflege, Wellness und dermatologische Beratung mit. Meine Leidenschaft für diese Themen begann schon in meiner Jugend, als ich die positive Wirkung von sorgfältiger Hautpflege und einem gesunden Lebensstil entdeckte. Ich liebe es, komplexe Informationen verständlich zu machen und Menschen zu helfen, die für sie passenden Produkte und Methoden zu finden. In meinen Artikeln beschäftige ich mich mit verschiedenen Aspekten der Hautpflege, von den neuesten Trends bis hin zu bewährten Tipps für die tägliche Routine. Dabei lege ich großen Wert darauf, meine Informationen aus zuverlässigen Quellen zu beziehen und sie klar und prägnant aufzubereiten. Mein Ziel ist es, meinen Lesern nützliche und aktuelle Informationen zu bieten, die ihnen helfen, informierte Entscheidungen zu treffen und ihre Hautgesundheit zu verbessern.

Kommentar schreiben